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bis es Dich gewonnen bat. — 2a, Israel ist Dein Volk^ Dein Erbtheil, cs ist Deine Heekde, die Heerde, welche Du weidest; es ist die Eestlingsfrucht, Dir geweiht, es ist Dein Eigenkhum, das erste, das Du erworben; Du nanntest es Deinen Anlheil, Deine schönte Habe; Israel wurde Deine Verherrlichung, Je- schüren Dein auserwahltes Gut.
'Sieb', wie ste fest am Glanben hangen, ,
Nach Deiner Lehre stets verlangen! f ׳
Dein heilig Wort ist ihre Lust,
Und Deine Furcht füllt ihre Brust. ^
. Sie streben, Dich nur zu verehren, ' ^
Dein Porhof ist ihr heiß Begehren; ' ' ;,'i
Dich woll'n ein Heiligthum sie seh'n, '.vi
Sie schmachten, Herr, Dir nah' zu steh'n.
Sie opfern sich für Deine Liebe; ' ■ י
Sie sterben, daß Dein Z'eugniß bliebe;
Sie gehen froh in jeden Tod,
In.Feu'r und Schwerdt, für Dein Gebot. ^
Du hast sie als als Dein Volk verkündet, »
Da ste Dein großes Werk begründet;
Groß bist Du in Dir selbst, und unerreicht.
Und Jakob zeuget, daß kein Gott Dir gleicht *). —
9♦ Allein, was vermag die Kraft des vom Weibe gebor'nen, aus niedrem Keim' entsprungenen Menschen 0 י )? wie vermißt er sich. Deiner Allmacht nachzuspüren. Deinen Ruhm auszusprechen, daS Geheimnis ׳ . Deiner Ewigkeit mit seinen Lippen zu berühren? — Druckt ihn denn nicht nieder sein irdisch Bedürfnis? fuhrt ihn denn nicht irre sein zerrissener Lebenspfad? Auf der Tafel seines
9) Gott ist groß durch sich selbst, Alles verkündet seine Majestät, er bedarf unseres Zeugnisses nicht. Da aber die Menschen die Natur vergötterten und Gottes vergaßen, da bedurfte es einer Nation, die sich ganz dem Berufe widmete, für Gott zu zeu- gen und sein Bckenntniß in Leben und Tod aufrecht zu halten.
10) Nachdem der Dichter im vorigen Abschnitte auf die Verherrlichung Gottes durch den Menschen gekommen ist, dringt sich ihm die
, Frage auf, ob der sündhafte Mensch überhaupt würdig sei, in ein« innigeres Verhältniß mit tziott zu treten, sich mit seiner gebrech- lichcn Natur, und beladen mit irdischen Sorgen, dem AUHeiligen anzunähern? Dieser Gedanken wird in den nächsten drei Abschnit- ten durchgeführt, und dann der Uebergang zur nothwendigen Einsetzung des Versöhnungstages gebildet.

