Vorrede

Die meiste» Menschen sind darum nicht glücklich, weil sie nicht ertragen können, was das Schicksal ihnen anferlegt; weil sie nicht gelernt haben, in ihre Lage sich zu fügen. Daher ist Kindern keine Uebuug nothwendiger, als jene der Geduld und Ergebung: denn wenn in der Jugend der Wille nicht gebrochen wird/ so bricht im Alter das Herz. Ertragen, Dulden und sich selbst Verlanguen ist zu einem tugendhaf­ten Leben wie zur beglückenden Zufrie­denheit nöthig; daraus entsprießt das höch­ste Gut des Erdenlebens der Seelen­friede. Wer tugendhaft werden will, muß sich gewöhnen, sich selbst zu beherrschen, viel zn ertragen, und Unangenehmes zu überwinden. Wie viel leichter wird aber das Kind seinen Willen brechen, sich in seine Lage fügen, die Leiden dulden, sich