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der Ofenheizer aus unserer Schule, der zugleich der Karzerwärter ist, und sagte mir zu meinem tödtlichsten Schrecken, daß ich ihm augenblicklich in's Karzer folgen solle. Ich konnte nun freilich nichts weiter thun, als folgen; aber mir war es, als ob ich in den Tod ginge, denn diese Schande, wegen Diebstahl in's Karzer ge­steckt zu werden, die glaubte ich, könnte ich nimmer­mehr überleben. Es war schon dämmerig, als ich ein­geschloffen wurde. Die halbe Nacht verweinte ich', und erst lange nach Mitternacht fielen mir die Augen zu. Ich mußte wohl recht erschöpft sein, denn als ich erst einmal eingeschlafen war, wachte ich nicht eher wieder auf, als bis der Ofenheizer kam, mich an den Schul­tern rüttelte und mir zurief, ich solle mit ihm gehen. Alle Lehrer, und die Schüler aus sammtlichen Klassen seien schon versammelt, um Gericht über mich zu halten und das Urtheil zu sprechen. Als ich das hörte, wollte mir das Herz fast verzagen, und ich zitterte so sehr, daß ich mich kaum auf den Beinen halten konnte. Sogar der Ofenheizer hatte Mitleid mit mir.Herrje, Wil­helm," sagte er,es geht ja nicht an's Köpfen und Aushängen. Du siehst ja aus, wie eine Leiche. Darum, daß du eine Nadel gemaust hast, geht's noch lange nicht an's Leben. Nur Courage!"

Aber ich habe ja gar nicht gestohlen!" rief ich voller Verzweiflung.Ich bin ja unschuldig wie der Sperling auf dem Dache. Aber die Schande, Gotthelf, die Schande macht, daß ich beinahe sterbe!"

Gotthelf sah mich groß an.Sei kein Kinv, Wil­helm," sagte er dann.Wenn du unschuldig bist und ich glaub' es, glaub' es wahrhaftig, daß du's bist so hilft dir der liebe Gott auch durch und nimmt Ein armer Knabe. 4