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lich fei, erfuhr ich erst gegen Mittag, als ich auf sein Dringen zu ei­nem Notar eilte (sic), oon Dr. Seiler, der mir begegnete.

Als der Notar kam, schickte ich ihn wieder fort (sie!), weil Lassalle mir damals nicht in dem Zustand schien, Jemand zu empfangen.

Den Tag darauf mußte ich aber auf den dringend ausgedrückten Wunsch Lassalle's zum Advoketen Amberny Hehn, mit dem er noch über sein mir vorher schon übergebenes Testament sprechen wollte (sie!).Amberny fand das Testament ganz in der Ordnung, und in seiner Gegenwart wurde es von Lassalle wieder versiegelt, der auch eine neueAdresse darauf schrieb(sie). Amberny und ich waren mit Lassalle allein im Zimmer(sie), der Krankenwärter (also nicht die Frau Gräfin?) war gerade zumEssen gegangen (sie!), wozu ich (sie!) ihm dieErlaubniß gegeben (sie!). VomJnhalt des Testa­ments erfuhr ick hier Nichts, da ich auf dem Kanapee saß (sie!). Die ersteKunde desJnhalts erhieltich in Gegenwart der Frau Gräfin Hatzfeldt durch Philipp Becker (sie),'der (aha!) es im

Auftrag dieser Dame (sie!) dem Zivil-Tribunal übergab.

Nachträglich noch eine Bemerkung über den tödtlichen Schuß.

Wenn man die Ursache des Duells betrachtet;

Wenn man speziell frühere Aenßerungen des Fräulein von Doenniges erwägt, die sie dem Herrn von Rackowitz gegenüber gethan haben wollte, nämlich:sie werde ihm nie treu bleiben,' sobald sie Lassalle wie­der begegne;

Wenn man betrachtet, daß Herr von Rackowitz sich am Nachmittag des 27. August sehr sorgfältig eingeschossen:

so niil^ einem.unwillkürlich der Gedanke komnien, daß Herr von Racko­witz sich diestn Schuß einstudirt habe.

Das habe ich wiederholt öffentlich gesagt und das bleibt bestehen. Wollte ich aber eine Gewißheit darüber aussp'rechen, so würde inan ulich einfach anslachen."

Soweit Rüstow's Bericht, ivie er ihn in die Broschüre der Gräfin geliefert hat. Der Leser wird leicht errathen, wohin Herr voii Rackowitz gezielt, geschossen Mid getroffen hatte.

Zehntes Kapitel.

Lassalle's Tod, Testament und Lcichenseicr.

Es ist oben erzählt worden, daß Lassalle, ehe er seine Badereise in die Schweiz antrat, einige Tage in Frankfurt am Main zubrachte. Am 2. Juli abends, nachdem er seinen Vortrag imRebstock" gehalten hatte, gingen mehrere Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins in den Holländischen Hof, in welchem Lassalle logirte. Dort befanden sich