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lich sein, du vor Allem, o höchstes Gut! bist der Grund meiner Reue. Dir allein habe ich gesündigt und Böses vor dir gethan! Ich schätze, o Gott! deine Verheißungen, ich sürchte deine Drohungen; doch es bewegen mich weder jene, noch schrecken mich diese — deine Liebe allein macht alle Sünden mir entsetzlich. Es bebt meine Seele, wenn ich bedenke, daß ich der Beleidiger und du der Beleidigte bist. Du hast mich erschaffen, hast deinen Sohn in den Tod für mich hingegeben, hast mich geheiligt, unendlich viel hat meine Seele gekostet; hättest du mir aber auch nichts von all diesem gethan, so wollte ich dich lieben und meine Sünden bereuen, weil du mein Alles bist. Könnte doch das Maß meiner Reue dem Maße meiner Sünden entsprechen! Siehe, o Gott! auf meinen Willen; ich bereue, was ich nicht ändern, ich beweine, was ich nicht mehr zurückrufen kann.
Gib mir nun Kraft, meine Sünden abzubüßen, mein Leben zu bessern und deine Huld wieder zu erwerben. Erschaffe in mir ein reines Herz und in meinem Innern erneuere den rechten Geist. Ich, sterblicher Mensch, schließe mit dir, dem unsterblichen Gotte, einen Bund: ewig von dir nicht mehr zu weichen, lieber das Leben, als deine Gnade verlieren

