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zu wollen. Du strafest die Schuldigen nach deiner Gerechtigkeit; doch keine Strafe fürchte ich so sehr als deine Beleidigung. Keine Sünde ist so gering, daß ich sie nicht hasse um deinetwillen; kein Fehler ist so unbedeutend, daß ich ihn dir zu Liebe nicht verabscheue. Wenig habe ich dich bisher geliebt und viel erzürnt; viel will ich dich fortan lieben und nie mehr dich erzürnen. Solltest du nur einen Augenblick sehen, in welchem ich dir untreu sein werde, so laß mich eher sterben; die geringste Gelegenheit will ich meiden und selbst den Schatten der Sünde mehr als die Hölle fürchten. Ich fürchte die Hölle, weil sie der Kerker für die Sünder ist; ich liebe den Himmel, weil du selbst darin die Belohnung bist. Besiegle nun, o lieber Gott! mein Versprechen mit deiner Gnade und mache meine Ohnmacht stark durch deine Allmacht.
Wann ich die Größe meiner Sünden betrachte, erschrecke ich; wann ich den Abgrund deiner Barmherzigkeit erwäge, frohlocke ich. Je mehr ich meine Bosheit erkenne, desto mehr muß ich deine Güte anbeten. Möge eher meine Zunge erstarren, als daß ich Eine Sünde verschweige. Mein Herz steht dir offen; walte damit nach deinem Belieben. Ich werfe mich deinem Priester zu Füßen, auf daß er

