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du hast mich erlöset, und ich dich beleidigt; du hast mich geheiligt, und ich dich verachtet. Die Erde, aus welcher du mich gestaltet, das Nichts, aus dem du mich erschaffen hast, ist noch besser im Vergleich zu dem, was ich als Sünder war und niemals hätte sein sollen. Meine unsterbliche Seele hat sich hingegeben an die Begierden dieses sterblichen Lebens und dadurch deine göttliche Hoheit erzürnt. O Jesu! du hast am Kreuze für mich dein Leben gelassen, hast dein Blut nicht geschont; so viel habe ich dir gekostet, so viel war dir an mir gelegen. Wenn ich als ein Engel, dem Gnade und Unschuld eigen- thümlich ist, erschaffen worden wäre, so verdiente ich dennoch nicht, daß du, o Heiland! mir zu Liebe hättest geboren werden sollen, und noch weniger könnte ich hoffen, daß du mir zu Liebe hättest gekreuzigt werden wollen. Dein Alles und mein Nichts macht mich meiner vergessen und deiner gedenken. Ich verschwinde in den Staub, aus dem ich gemacht, ich zerfalle in das Nichts, aus dem ich erschaffen bin, wenn ich dich, meinen Gott, hier betrachte.
O göttlicher Ernährer meiner Seele! das allerheiligste Sakrament deines Leibes und Blutes ist zwar ein Geheimniß, aber auch eine Nahrung des

