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— Du hast also bloß Luftschlösser gebaut, als Du v mir Deine Pläne über Malten mittheiltest? —
— Warum?
— Weil Du wahrscheinlich heute wieder dieselben mit Gollin hast? —
Jetzt war die Reihe zu erröthen an Mathilden, aber an dieser Röthe hatte der geheime Aerger über diese Zu- muthung den meisten Antheil.
— O nein! das ist etwas ganz anderes!... murmelte sie zwischen den schönen Zähnen hindurch.
— Wieso etwas anderes?... fuhr Marie unerbittlich fort... Du liebst ja weder den einen noch den andern. —
— Das weißt Du gerade!... warf beleidigt Mathilde hin.
— Du wirst wenigstens zugestehen, daß Dein Benehmen nicht darnach ist, mich vom Gegentheile zu überzeugen.
— Du hast immer an mir etwas auszustellen! sprach Mathilde unwillig... Ich gehe hinüber zur Mutter!... und ging gravitätisch im Bewußtsein ihres beleidigten Stolzes mit gerunzelter Stirn — wie schade um sie, denn vieles Runzeln ist Vorarbeiter der Runzeln — zur Thür hinaus.
IX.
Die vierzehn Tage Ruhe waren vorüber.
Der Major hatte sich bei Malten zur Visite angesagt. Schon drei Tage früher begann ein Weben und Treiben als hätte es gegolten, irgend einer vulkanischen Eruption vorzubeugen und den Ausbruch wohl eingedämmt höchst philantropisch unfern Antipoden zuzuwenden.
Malten saß bis in die späte Nacht und berechnete den Stand seines Zuges, Absente, Commandirte, Beurlaubte, kranke Pferde und Leute, Rekruten, Remonten und Vergangene und Zukünftige, um daraus endlich die Zahl

