II.

Narten und UNürselkünste

Taschenspielereyen znr Würze geselliger Freuden.

1. T o u c h e.

Beste aller Kartenkunststücke, wozu keine Vorbereitung verlangt wird, ist unstreitig das Touciie (berühre-, nur wird dazu, wie zu allen derley Künsten, Geschwindigkeit und Uebung erfordert,

Man nehme ungefähr rin halbes Spiel Karten, und ohne daß die Gesellschaft es gewahr werde, hat der Taschen­spieler die unterste Karte gesehen. Jetzt breitet dieser die Karten, in der rechten Hand haltend, wie einen Fächer aus; indem er sie aber von unten links hinaus schiebt, ziehet er mit dem Finger die unterste Karte (er kennt sie) rechts hin­über, so, daß diese unterste Karte in der Mitte des Fächers liegt, und sich mit dem Mittelfinger schieben und regieren las­set. Dann präsentirt man diesen Fächer, verdeckt, mit dem Worte: »Touche,« berühre. Was nun unter der berührten Karte liegt, nimmt man mit der linken Hand ab; hielt man die unterste, gesehene Karte fest, so wird sie auch jetzt die unterste in der rechten Hand bleiben; der Spieler stößt also die in der rechten Hand gebliebenen Karten auf dem Tisch ge­rade, und hält der Person, so touchirt hat, diese Karte als die berührte vor, läßt nun von dieser Person die Karten mi-