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II. TheLl.

1. Einleitung. Nachdem nun in der vorhergegangenen Ab­handlung über die Pflanze und ihr Leben, die Grundbedingungen ihres guten Gedeihens, wenn auch nur kurz, so doch allseitig nach dem gegenwärtigen Stande der Wissenschaft nachgewiesen worden sind; ist es nun unsere Aufgabe das dort im Allgemeinen Ange­führte in seiner praktischen Anwendung auf die speziellen Gegen­stände unserer Gartenpflege darzustellen.

Wir werden also zunächst die zum Gedeihen der Garten­pflanzen erforderlichen praktischen Verrichtungen des Gärtners zu behandeln, und dabei eben so wohl ihre Nothwendigkeit als die zweckmäßigste Art und Weise derselben nachzuweisen haben. _ Wir werden uns auch bemühen soweit es die gebotene Kürze des Ausdruckes gestattet, die Ursachen und Wirkungen anzudeuten, da wir die Ansicht hegen, daß dadurch das richtige Verständnis des praktischen Gartenbaues vermittelt, und durch dieses wieder am besten sowohl die größere Ausbreitung, als auch der weitere Fortschritt des Gartenbaues erzielt werden kann.

Wir beginnen mit dem, die allgemeinste Verbreitung ge­stattenden und daher wichtigsten Gegenstände der Gartenpflege, nämlich dem Obstbaue.

2. Legriff -es Obstes. Unter Obst werden jene Pflanzen­früchte verstanden, die nach erlangter vollständiger Ausbildung (Reife) im rohen Zustande zum Genüße für Menschen geeignet sind. Die Früchte von den im Walde oder sonst ohne besonderer Pflege wachsenden Pflanzen sind in der Regel zum frischen ^Ge­nüße minder tauglich und heißen deshalb wildes Obst; Früchte von den in Gärten oder sonstigen Obstbaumanlagen eigens ge­zogenen und gepflegten Bäumen und Sträuchen zeichnen sich da­gegen durch Güte, Saftfülle, Würze des Geschmackes aus und bilden das edle Obst, auch Obst schlechtweg genannt.

An demselben unterscheiden wir den eigentlichen Sameukern und dessen Umhüllung, die wieder eine zweifache, nämlich eine äußere und eine innere ist.

3. Eiilthelinng -es Obstes nach -er Beschaffenheit seiner Samenhülle. Sowohl die äußere als die innere Samenhülle hat bei den verschiedenen Früchten- verschiedene Beschaffenheit; so ist an einigen die äußere Hülle (?6neurpium) fasrig und saftig, und