bald mein blühendes Ansehen, und falle endlich in gefähr­liche Krankheiten.

Auch muß ich alle Leidenschaften vermeiden, und mich zu mäßigen suchen, wenn ich gesund bleiben will. Wenn ich z. B. gerne spiele und tanze, so mich ich nnch hüten,' daß ich es nicht zu arg darin mache, ja ich muß so enthaltsam fern, daß ich es ganz unterlasse, trenn ich merke, daß cs meiner Gesundheit schadet. Ueberhanpt muß ich mich frühe gewöhnest meiner Vernunft zu folgen, und nicht immer gleich thun, wozu ich Lust habe.

Der Wachtmeister Held.

Der alte Wachtmeister Held konnte in feinem neun­zigsten Jahre noch einen langen Weg zu Fuße machen, konnte Wind und Wetter ertragen, mtd alles essen, was ihm aufgesetzt wurde. Einst sah ihn sein ehemaliger Oberst, der nun General war. Es will nicht mehr mit mir, alter Held, sprach er, und ich bin doch noch dreyßig Lahr unter ihm. Wie fangt er es an, daß er so frisch bleibt? Zhro Excellenz, versetzte er, ich fange es jetzt nicht erst an, ich habe es schon lange angefangen. Mein seliger Vater sagte 511 mir: Wenn es dir am besten schmeckt mit Essen und Trinken, so höre auf; wenn du mit der größten Lust sehr rasch tanzest, so laß es auf der Stelle nach; und wenn du sonst die heftigste Lust zu einer Sache hast, so entschlage dich derselben eben darum. Lerne mit dir zu machen, was du willst, nicht was Andre wollen, und was dein Auge und dein Mund will. Ich habe es gelernt, und so bin ich ein Neunziger geworden, und meine es ins volle Hundert noch zu bringen.

Denkst du dein Leben hoch zu bringen. So hakte Maaß in allen Dingen: Zm Essen, Trinken, Freud und Leid, Zu Arbeit und in Schlafenszeit.

Halte Maaß in allen Dingen. Sir. 33, 3. Daniel 1;

c) Durch Abhärtung und einfache Lebensart.

Nun weiß ich es, liebe Mutter, woher es kommt, daß . ich so stark bin, und Junker Peter so schwach ist! Woher