XI. Geschichte des Menschen.
1) Die älteste Geschichte.
Die Menschen waren nickt gleich im Anfänge das, was sie jetzt sind. Erst nach und nach haben sie ihren Geist gebildet, sich eine Sprache geschaffen, und richtige Einsicht von Gott und seinem Wesen erlangt. Bürgerliche Gesellr schäften, Erfindungen, Gewerbe, Künste und Wissenschaften sind erst nach und nach entstanden. Wie, wann, wo und durch wen das Alles geworden, das lehrt uns die Welt» geschichte.
Wir glauben, daß Gott die Welt vor ungefähr 6000 Zahr geschaffen habe. Damals erschuf er auch die ersten Menschen Adam und Eva; er schuf sie nach seinem Bilde, gab ihnen die Herrschaft über die Erde und setzte sie in den Garten Eden. Weil sie aber ungehorsam waren, muß, ten sie Eden verlassen und sich in eine Gegend begeben, wo sie im Schweiße des Angesichts ihr Brod aßen. Da Adam und Eva einmal gesündigt harten, sündigten sie mehr, und auch ihre Kinder lernten dieses von ihnen; auf die Weise verbreitete sich die Sünde gleich dem Unkraut über alle ihre Nachkommen, so daß Gott sie nach etwa 1600 Jahren in einer großen. Wasserfiuth alle umrommen ließ. Nur Noah, der allein fromm geblieben war, und sich nicht hatte verführen lassen, wurde mit seiner Familie erhalten. Noah hatte drey Söhne: Sem, Ham und Japhet, von denen nachher alle Menschen entsprossen sind. Anfangs wohnten die Nachkommen Noahs beisammen, aber weil sie sich bey dem Bau eines Thurmes veruneinigten, gingen sie auseinander und breiteten sich über mehrere Theile der Evde aus. Aus dieser Zerstreuung sind in der Folge die verschiedenen Völkerschaften der Babylonier, Assyrer, Phs-

