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dem Unterrichte kamen. Da faßte sie solche bey der Hand, und stellete sie der Fremden vor, indem sie die Worte sprach: Hier, diese sind mein Schmuck
Titus.
Der römische Kaiser Titus war ein sehr edler Herr. Zn seinen jungem Zähren ging er freilich eine Zeitlang mit schlechten Menschen um, die ihn zu Ausschweifungen und Grausamkeiten verleiteten, so daß die Römer deshalb in bange Furcht gerielhen; da er aber zur Regierung kam, entfernte er seine vorigen Gesellschafter, und wählte sich dafür weise Freunde und Rathgeber, mit denen er sich nach allen Kräften des Guten befleißigte. ES lag ihm nun wahrhaft am Herzen, seine Unterrhanen zu beglücken, und er hielt jeden Tag für-verloren, an dem er nichts Gutes gethan hatte. Dieser Gesinnungen wegen nannte man ihn d'e Liebe und das Vergnügen des menschlichen Geschlechts. Leider starb er schon in der Dlüthe seiner Zahre, da ihn denn seine Unterthanen beweinten, als wenn jedes Haus seinen Versorger verloren hätte. Sein ausgeartetcr Bruder Domitian folgte ihm in der Regierung. Oft wurde Titus durch Domitians boshafte Reden und Anschläge beleidigt; aler dennoch begegnete er ihm mir Artigkeit, und bat ihn zuweilen herzlich, daß er sich doch bessern möchte. Aber alles war vergeblich! Noch als Kaiser ergab er sich fortwährend der Trägheit, und beschäftigte sich in seinem Zimmer damit, daß er mit einem dazu verfertigten Instrumente die Fliegen spießte. Dieses machte ihn vollends grausam, und die Römer haßten ihn so, Haß sie sich beeilten ihn aus dem Wege zu räumen. Siehe an das Ende der Gottlosen!
4) Die Deutschen.
Vor 2000 Jahren war unser liebes Deutschland mit Waldungen und Sümpfen bedeckt, und war rauh und unfruchtbar. Der liebste Reichthum der Deutschen waren zahlreiche Heerden von Pferden und Ochsen. Die Deutschen waren groß von Körper, hatten blaue Augen und rothes

