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lich beugt sich bestürzt auch die kühnste Einbildungskraft — und der Mensch muß Gott in Seinen Werken erkennen und anbeten. Wie groß ist die Kluft zwischen dem gelehrten Gottesläugner und dem frommen Gelehrten! — Zhre Namen reichen hin, um zu beweisen, .daß Gott das. Licht der Wissenschaft wie aller übrigen Dinge ist. Er entflammt das Genie und leiht der Beredsamkeit Flügel; der Unglaube hingegen erstickt und tödtet beide. Der Glaube hat einen Vossuet, Pascal und Leibnitz erzeugt. Welche Namen vermag der Unglaube diesen entgegenzusetzen? —
Mit Unrecht hält man daher die Religion für eine Feindin der Wissenschaft. Die Einfalt des Herzens, die Gott wohlgefällig ist, wird gewöhnlich dem christlichen Gelehrten zu Theil. Denn es gibt keinen sicherer» Weg zur Demuth, als die wahre Wissenschaft. Die Wissenschaften verlieren sich in das Unendliche, weil sie Gott zum Ziel haben. Ze gerader der Mensch die Richtung alles Wissens verfolgt, desto mehr verschwindet seine Gelehrsamkeit vor Dem, was er nicht weiß. Das Feld erweitert sich mit jedem Schritt, und er muß seine Nichtigkeit bekennen vor Gottes Unendlichkeit und vor den Wundern Seiner Schöpfung, deren schönstes und räthselhaftestes Werk er selbst ist.
Zch weiß nichts, o mein Gott, als daß Du mich geschaffen hast und mein Gedanke sich zu Dir erheben darf!

