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Mit dem achten Theile der sämmtlichen Werke beginnt die theologische Abtheilung. „G rundlehren der Religion. Ein Leitfaden zu Vorlesungen aus der Religionslehre für akademische Jünglinge aus allen Fakultäten," ist die Schrift, mit welcher die lange Reihe theologischer Werke eröffnet wird. Wer den göttlichen Beruf hätte, Religion zu lehren, sagt der Verfasser in der Vorrede, müßte ohne Anmaßung von sich zeugen dürfen: „Ich kenne was ich lehre, ich kenne die Religion aus Se l b st be sih, aus Anschauung, aus Genuß, aus Erfa h rung. Zhr lebendiges Seyn sch a u e ich in der Umschaffung meines Innern, in der Umgestaltung meines Aeußern, in der täglichen Erneuerung meines geheimsten Sinnes; ihr lebendiges Seyn genieße ich in dem hohen Frieden, den sie gewährt; ihr lebendiges Seyn erfahre ich in dem bleibenden Muthe, den sie mir einflößt; ihr lebendiges Seyn erfahre, schaue, genieße ich in der Andacht, die selber das edelste Leben des Geistes ist, die im menschlichen Leben den schönsten Anklang hat und die kräftigste Stimmung zur schönsten Führung desselben zurückläßt."
Der Verfasser will sich zwar nicht in die Claffe dieser auserwählten Religionslehrer rechnen; aber so viel bekennt er selbst, daß ihm im Gebiete der Religion der Selbstbesitz nicht ganz fremd sey. Die Religion kennend aus Selbstbesitz redet nun der Verf. in diesen Vorträgen an Studirende aus allen Fakultäten mit billiger Rücksicht auf Bedürfnisse und

