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wahre Regeneration zum göttlichen, ewigen Leben.
Die Liebe, welche durch Regeneration angefangen ist, muß vollendet und dargestellt werden, wenn der Menschheit volle Hülfe, volles Heil werden soll. Die Liebe, strebend nach ihrer Vollendung und sich darstellend im heiligen Leben, ist die christliche Gerechtigkeit. Der herrschende Sinn für die christliche Gerechtigkeit erforscht zuerst alle Pflichten des Menschen nach allen seinen Verhältnissen und Richtungen: Dieß ist die Sailersche Moral in kurzen Sahen. Es waltet also in ihr derselbe Gang der Betrachtung, den auch die älteren Kirchenlehrer festhielten, welche unter den Begriffen der ivsüruüo, äestiruno und resütuüo den Menschen und seine Geschichte faßten.
„Noch viel Verdienst ist übrig": so hieß eS zwar auch nach Sailers Leistungen im Gebiete der Moraltheologie. Aber das Verdienst wird ihm Niemand streitig machen können, daß er für eine wissenschaftliche Behandlung der Moral in der neuern Zeit die Bahn gebrochen hat. Er schrieb sein Werk für künftige katholische Seelsorger, und dann für jeden gebil- v deten Christen, nicht zum Auswendiglernen, sondern zum Durchdringen des Stoffs im Denken; daher diejenigen Lehrer der Moral eine beklagenswerthe Gei- stesarmuth zur Schau tragen, welche ihrer Pflicht genügt zu haben wähnen, wenn sie Sailers Handbuch im eigentlichsten Sinne v o r l e se n.
Würdig reihen sich an das Handbuch der Moral die „Vorlesungen aus der Pastor altheo- l o g i c," welche in den sämmlichen Werken als fünfte

