stus, im Reiche meines Vaters glänzen werden ewig." Aber damit der Seelsorger seiner Gemeinde ein leuchtender Stern werde, versäume er den rechten Anfang nicht, welcher ist die Umwandlung des eignen Sinnes. Hierauf dringend, bietet der edle Mann alle Kräfte auf, einem gottlosen Zeitgeist gegenüber, die Wissenschaft von zweckmäßiger Führung des Pastoralamtes so zu behandeln, daß das Herz dabei nicht leer und kalt bleiben kann.
Die nächstfolgenden zwei Theile der sämmtlichen Werke können als Zugabe der Pastoraltheologie betrachtet werden. „Neue Beiträge zur Bildung des Geistlichen," und „Fortsetzung der Beiträge zur Bildung des Geistlichen" sind ihre Ueberschriften. Sie haben zur Absicht, noch mehr in das Specielle einzuführen, als es in den Vorlesungen über Pastoraltheologie selbst geschehen konnte. Endlich lesen wir Thl. XXI in kurzgefaßten Lebensgeschichten ächtgebildeter Priester (Heggelin, Winkelhofer, Schlund, Steiner, Roider) „Früchte der ächten P a st o r a l t h e o l o g i e."
So weit für diesmal in unsrer Anzeige der sämmtlichen Werke Sailers, auf die wir noch einmal zurückkommen werden, wenn ste vollendet vor uns liegen. „Stille treue Anwendung der. gegebenen Kraft," sagt einmal Sailer in der Vernunftlehre, „nicht mehr leisten wollen, als man kann, und nicht weniger, als man soll: dieser treue Knechtssinn, den der Herr lieb hat, ist das Siegel der reinen thätigen Wahrheisliebe. Und erst die Frucht, die Belohnung dieses Knechts- stnnes: Reichthum der Kraft, neuerobertes Herrschaftsrecht; wen spornt sie nicht zur stillen treuen Anwendung der gegebenen Kraft?" Mit diesem Siegel der Wahrheitsliebe sind Sailers Schriften gezeichnet. Möge deren Studium recht Viele spornen, zur stillen treuen Anwendung der gegebenen Kraft!

