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Volke." . . . Allein das ist denn doch keine Erziehung mehr blos zu Staatsbürgern. So enthält das Schriftchen im Ganzen viel Gute-, aber Anderes auch, das sich mit jenem gar nicht vereinigen lassen will. Jndeß ist es jedenfalls ein Beweis mehr von den Gebrechen der Zeit hinsichtlich der Erziehung, deren Verkehrtheit auch in scharfen Zügen geschildert wird. Aber wenn das Chriflenthum Wahrheit, und sein Wesen und Zweck Erlösung ist: warum auf seine Principien, als da sind Liebe in Demuth, Charakter in Selbstverläugnung u. s. w., nicht ganz und ausschließlich die Erziehung gründend Freilich, wenn man jene Wahrheit und diese Principien wahrhaft kennete und aner- kennete!
B.Bolzano's Erbauungsreden an die akademische Jugend. 2te verbesserte, vermehrte Ausgabe. I. Thl. mit Vorrede und Anmerkungen des Herausgebers. Sulzbach. Seidel 839.
(24 Bogen.)
Wenn diese Reden etwa vor 20 Jahren zum zweiten Male aufgelegt worden wären, so möchte nicht viel dagegen zu sagen seyn; aber eine neue Auflage derselben im Jahre 1839 ist unverzeihlich. Früher haben wir den Verfasser, namentlich nach den Anzxigen und Auszügen seiner Werke in Pflanz's Freimüthigen Blättern, für einen jener literarischen Marktschreier gehalten, die sich für aufgeklärte * Katholiken, und damit für die allein wahren Christen ausgeben. Aus diesen „Erbauungsreden" aber lernen wir ihn auch als einen crassen Eudämonisten kennen. Denn was der v bevorwortende Herausgeber (S. IV.) sagt: Diese Reden „haben nur das Eine zum Gegenstand, die von göttlichen Offenbarungen erleuchtete Vernunft, und deren Belehrung und Anweisung zu einem glücklichen Daseyn (sic):" — das bewährt der Verf. schon durch einige Themata, als z. B. der Begriff des Glückes, die Verschiebung des Genusses als Mittel, unsere Glückseligkeit zu erhöhen, der Sinn für Naturschönheiten, die 3 Reden über das Fortschreiten des Menschengeschlechtes in derVollkommenheit. Dasselbe bestätigen Aus- ; drücke, wie S. 99: Er (Jesus) sah vorher mit aller Deut- « j

