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ligem und sehr altem Geschlechte von höchst recht­schaffenen und wohlthätigen Eltern geboren worden, die sehr gute Katholiken gewesen, so daß man ver­sichert, man habe nie sagen hören, daß je Einer dieses Geschlechtes dem Irrglauben gehuldigt, obgleich das­selbe so nahe bei Genf seinen Wohnsitz gehabt; auch habe ich durch glaubwürdige Leute von einem guten Worte gehört, das der Vater unsers Seligen gesagt haben soll, nämlich: Er hüte sich, eine Religion an­zunehmen, die er entstehen gesehen, die jünger sey als er, weil er um zwölf Jahre älter wie sie.

Nach öffentlicher Sage wurde dieser selige Prälat getauft in der Pfarrkirche zu St. Moriz in besagtem Thorens; und ich glaube, daß ihn seine Eltern zur angemessenen Zeit haben firmen lassen.

Ich habe die Mutter unsers Seligen, Frau Fran- cisca von Sionas, besonders wohl gekannt; von die-- ser weiß man, daß sie dieß Kind, noch ehe sie es ge­boren, dem Dienste des Herrn geweiht. Sie war unter den Damen, die ich gekannt, eine der ehren­haftesten ihrer Zeit, besaß eine großmüthige und edle^ eine lautere, unschuldige und einfache Seele und war eine wahre Mutter und Nährerin der Armen; sie war bescheiden, demüthig und leutselig gegen Jedermann, sehr friedsam in ihrem Hause; sie regierte weislich, ihre Familie und trug Sorge, dieselbe in der Furcht Gottes zu erhalten; sie nahte oft den heiligen Sakra­menten der Buße und des Altars und ward aus Ver­ehrung und Achtung vor dem Seligen, ihrem Sohne, dessen geistliche Tochter. Von ihm und Andern weiß