Literarischer Anzeiger zur Gottesgabe.

I. Band. Jtes Heft.

Im Verlage der Kart Kollmann'schen Buchhand­lung in Augsburg ist eben erschienen und durch alle soliden Buchhandlungen zu beziehen:

Pie Felle der Leiden,

oder:

Die Khvrrrg.

Eine wahre Geschichte aus dem Mittelalter,

der reifern Jugend und deren Freunden gewidmet von

. A. Dörle,

Pfarrer in Günthersthal. (Verfasser derElisabeth, der Sommer- abeude auf Sinai, des Einsiedlers,- der Erzählungen für Kinder und Kinderfreunde.")

Zweite verbesserte Auflage. Mit einem Stahlstich, gr. 8. 184-0- A^aschinendruckpapier 48 !c. oder I2ggr.

Diese Erzählung gründet sich auf eine wahre Geschichte, die sich unter der Regierung Maximilians i. zugetragen hat. Die Haupt­personen sind darin geschichtlich und die Hauptbegebenheiten wakr. Alte Urkunden boten dem Verfasser Stoff dazu dar. Den Neben­umständen, dir zum Ausschmücken erforderlich waren, bemühte sich derselbe die Wahrheit eines Gemäldes zu geben. Er suchte haupt­sächlich in seiner Erzählung die Wahrheit durchzuführen:Nur Re­ligion und Lugend haben auf Erden einen bleibenden Werth, und nur sie machen hienieden und jenseits wahrhaft glücklich. Wird der Tugendhafte auch bis in den Tod verkannt, so blüht doch einmal auf seinem Grabe die Blume seiner Unschuld wieder auf und sein unsterblicher Name wird noch von der Nachwelt gepriesen. Und ist auch sein Name vergessen, so steht er unauSlöschbar im Buche deS Lebens; denn selige Unsterblichkeit ist der Tugend Lohn."

Der hochw- Hr. Verfasser hat, wie das Vorwort zur zweiten Auflage dieser Iugendschrift sagt,mit Dank gegen Gott erfüllt, der seiner Arbeit Segen und Gedeihen gab, mit derselben Freude, ja mit einer gewissen Vorliebe, wie das erste Mal, die verbessernde Hand an sein Merkchen gelegt, und fügt den innigen Wunsch bei, daß der Schutzgeist der Jugend eS geleiten möge und der liebe Gott ibm jenen Segen wieder geben, unter dessen Schutze es die erste Wande­rung durch Deutschlands Provinzen glücklich beendigt bar!"