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den, da am 9. Juni dieses Jahres der Traktat des Wie­ner-Congreffes geschloffen wurde. Da die zweite Epoche, unserer Zeit angehört, und die erste uns durchaus nicht serne liegt; so muß man sich wundern, wie gegen alle sichere und öffentliche Kenntnkß der Ereignisse behauplet. werden kann, daß bloß die Zeit, ohne irgend einen Zwang, von Seite der weltlichen Herrschaft, eine große Anzahl der neuen katholischen Unterthanen in den Gränzen des russischen Reiches zum Schisma zurückgeftthrt habe.

\ Außer der Zerrüttung der katholischen Hierarchie des­

lateinischen, wie des griechischen Ritus, die nachher unter | Paul I., dem Nachfolger und Sohne Catharinens II. von

k Monfign. Lorenzo Litta, Delegat des heil. Stuhles, der

r. I. 1820 als Cardinal starb, wieder so viel als möglich ; in Ordnung gebracht wurde; wollte die russische Re-

; gierung in dieser Epoche zu ihrem Zwecke noch ein anderes

Mittel gebrauchen. Sie entschloß sich nämlich in die neuen Besitzungen einige vorgebliche Missionen von schismatischen Bischöfen und Priestern abzuordnen, um die unirten Grie­chen, gegen welche Catharina II. eine größere Abneigung, hatte, als gegen die Katholiken des lateinischen Ritus, von der Kirche zu trennen, Das Nähere über diese Mis- j sionen findet man in den oben angeführten Alomvires

' xvnr 8orvir etc. im 3. Bande, wo man unter dem 3.

Mai 1791 unter anderm von diesen falschen Aposteln Fol- 1 gendes liest:Die Statthalter waren beauftragt sie zu unterstützen. Diese Missionäre einer neuen Gattung wa- , ren von Soldaten begleitet und durchzogen die Dörfer

f'Sie sprengten die Kirchthüren ein, und weihten sie, als

\wenn sie vorher profanirt worden wären. Wenn der

(Pfarrer sich weigerte, dem Schisma beizutreten, wurde er

iabgesetzt. Inzwischen versammelten die Offiziere die Ein-

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