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lich in Radomlj der Fall war, wo man die Zwangsmittel gegen die Bewohner so weit trieb, daß acht davon gelobtet wurden. Welcher Art aber auch immer der Widerstand der Katholiken sey, die russische Regierung hat es sich einmal vorgenommen, alle unter der Fahne des Schisma zu ver­sammeln, und läßt kein Mittel unversucht, Alle entweder in der Thal oder zum Scheine zu Schismatikern zu machen. Sie ist auch in diesen Vorsatz so vernarrt, daß sie meint, und es wohl auch Andern glauben macht, als hätte sie ihr Ziel bereits erreicht, wähnend, daß schon die eigene Selbst­täuschung ein Mittel zur Vollführung sey. Man wellte also einen feierlichen Vereinigungs-Act zwischen den Schisma­tikern und den Katholiken des griechischen Ritus einlciten, dem vortrefflichen Metropoliten Josaphat Bulhak wird dem­nach anfangs mit Lift, dann aber mit Gewalt eine Schrift zur Unterzeichnung vorgelegt, welche indeß mit Edelmuth zurückgewnesen wird. Bald darauf stirbt der würdige Mann. Weil man aber glauben machen will, daß derselbe nicht mehr Katholik sey, so gibt man Befehl, ihn unter die Schisma­tiker zu begraben. Wenn sich iw irgend einer Pfarrei ei- nige Wenige entschließen, zum Schisma überzutreten so werden alle Andern, wie viele ihrer immer seyn mögen, als Schismatiker betrachtet, und auf diese Weife auch alle jene Familien-Glieder behandelt, in welchen sich irgend ein Vorahn zum Schisma bekannt hatte. Wenn sich dann in dem einen oder dem andern Falle jemand an die Re­gierung wendet, so wird er nicht gehört, und wenn er sich zu gehorchen weigert, wird er gezüchtiget.

Die Regierung sah jedoch, daß, um das Schisma allgemein und dauernd zu machen, es zuvörderst nöthig sey, aus den Herzen der Katholiken die Liebe und Hochach­tung zu ihrer Religion zu verbannen und auch bei der Zu-