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Ter Domdecan von Zaumann, zuerst deßwegen angegangen, soll auf einen scharfen Verweis gegen Dr. Mack angetragen haben. Dies Gutachten genügte dem Ministerium nicht; und nun erhielt Domcapitular von Vanotti denselben Auftrag. Wie er denselben gelöst habe, wissen wir. nicht, glauben aber, aus dem Urtheil gegen Dr. Mack es zu errathen. Dieser wurde nämlich durch höchste Entschließung vom 13. Februar mit Vorbehalt seines Titels und Ranges auf die erledigte Pfarrei Ziegelbach, OA. Waldsee, versetzt. Versetzung ohne Ansuchen ist das Zeichen höchster Ungnade, da schon Versetzung auf Ansuchen meistens als Folge eines Vergehens betrachtet wird. Die Pfarrstelle ist zwar einträglicher, als feie bisherige Stelle des Hrn. Professors zu Tübingen, aber sie wird gleichsam die „goldene Brücke für den siiehenden Feind." Herr Mack hat betagte arme Eltern bei sich, und muß für ihre Subsistenz sorgen; er kann daher nicht anders als die Pfarrstelle beziehen. Die Facultät aber zählt mit seinem Abgänge nur mehr zwei ordentliche Professoren, von welchen Dr. Drep altershalber nur mehr therlweise thätig ist.
Es ist nicht anzunehmen, daß die Regierung mit all diesen Handlungen den Kampf gegen den katholischen Geist- des Clerus als geschlossen betrachte. Denn einen Professor entfernen, um ihn durch einen andern, welcher gleicher Richtung ist, zu ersetzen, wäre eine halbe Maßregel; bereits nennt man auch schon zwei auserlesene für diese Stelle, Pfarrer Gehringer in Mägglingen, welcher' an Pflanz's Stelle in die Kammer der Abgeordneten gebracht wurde, und Gpmnafialprofessor Wocher in Ehingen, der im Z. 1831 den Verein für Aushebung des Cölibats mitgcstiftet und denselben in einer eigenen Schrift empfohlen hatte. Ueber .Gehringers Richtung läßt sich noch kein

