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brachte, verwarf er alles mit seiner gewöhnlichen Bescheidenheit, und verbot, mit denjenigen, welche die Erscheinung für acht angenommen, sich in einen Streit einzulassen. In kurzer Zeit entdeckte man auch wirklich, daß alles nur Täuschung gewesen war. Er gab angemessenen Rath zu Führung dieser Seele, die ihren Fehler erkannte und christlich starb. Eben so hat er viele andere enttäuscht, und hat nie eine Seelenführung gebilligt, so viel mir bekannt ist, außer sie war gut und solid.
Zch weiß, daß man ihm dergleichen übernatürliche Erscheinungen von verschiedenen Orten mittheilte; er verachtete sie nicht, aber er machte auch kein Aufhebens davon. Für ihn hatten nur die wahren Tugenden Werrh. Zch weiß, daß er oft mit einem einzigen Worte die Gemüther beruhigte.
Zch kenne Seelen, die von mannigfaltigen Zweifeln sehr beunruhigt und gequält wurden. Er stellte mit der Gnade Gottes' ihren Frieden wieder her (auch ich gehöre unter diese Zahl) — oft mit einem einzigen Worte, wie ich versichern gehört habe, daß es mit einer Seele geschehen, die von Zweifeln hart bedrängt und in steter Befürchtung war, verdammt zu seyn. Nachdem ihm diese Seele ihre Noth geklagt, antwortete er ihr: „Sie müssen Zhre Seele verlieren, um sie zu retten." Und da sie eine Erklärung haben wollte, sagte er: „Nein, dieß genüge Zhnen. Sie brauchen Unterwerfung und keine Gründe." Und so schied sie von ihm, befriedigt und beruhigt.

