Am dritten Tag des Monats August, um sieben Uhr Morgens:

Zndem ich über denselben Artikel fortfahre, sage ich: Unser Selige gab sein ganzes väterliches Erbgut hin, und entsagte demselben zu Gunsten seiner Herren Brüder. Er äußerte, er habe darüber eine Freude oh­ne Gleichen, und es dünke ihm, er habe nun gar keine Last mehr, weil er kein zeitliches Gut mehr be­sitze.

Einige der Seinigen bemerkten ihm einmal, man spotte derjenigen, die in dieser Welt keine Ansprüche machten, und er müsse die Zeit benutzen, um auch für sich und für sein Haus etwas zu thun. Er sagte hierüber zu einigen vertrauten Personen:Zch lache über alle diese Erbärmlichkeiten; denn es ist ei­ner meiner tröstlichsten Gedanken, daß ich mir ein­bilde, ich habe nichts, und hinterlasse nichts, wenn ich sterbe."

Hieraus sieht man deutlich, - daß unser Selige eine Liebe ohne Gleichen zu den Grundsätzen des hei­ligen Evangeliums, besonders zu der heiligen Armuth hatte. Oft wünschte er, Mangel zu leiden an etwas höchst Nothwendigem, um hierin dem Könige der Armen, seinem Erlöser, ähnlicher zu werden. Be­sonders gegen das Ende seines Lebens war diese Liebe in seinem Herzen viel größer geworden; oft sprach er darüber und zeigte dabei, wie hoch er diese Armuth in Ehren hielt.

Auch hatte ihm Gott eine ganz besondere Er­kenntnis; der Schönheit und Trefflichkeit dieser Grund-