sehr unwohl dabei fühlte, ging er dennoch um eines Liebeswerkes willen noch in die Wohnung des Herrn Herzogs von Nemours. Nach seiner Zurückkunft schrieb er nach dem Essen noch einen erbaulichen Brief an eine Frau Aebtissin, während es ihm doch schon so übel war, daß ihm das Sehen verging, und so traf ihn plötzlich ein Schlagfiuß und eine Lähmung, woran er des andern Tages, an dem Tage der unschuldi­gen Kindlein sehr sanft und stille starb, während man das Agnus Dei der Litaneien betete. Er empfing die heilige Oelung mit großer Andacht und that alles, was ein wahrer Christ in Todesnöthen thun soll.

Als seine Diener ihn in den letzten Zügen sahen, und ihn, unglaublich bestürzt, um ein Wort des Trostes baten; antwortete er:Friede sey mit euch, wandelt in der Furcht Got­tes!^

Während seiner Schmerzen nahm man so recht wahr, wie sehr ihm die Uebung der Tugenden und der innere Umgang mit Gott zur andern Natur ge­worden; denn obgleich ihn das Uebel ganz betäubte, fv fuhr er doch, so oft man ihn mit einem Verse des Evangeliums aus diesem Zustande weckte, sogleich weiter fort und antwortete überhaupt sehr angemessen auf alles, was man ihn bezüglich seines Seelenheils und sonstiger Angelegenheiten fragte. In den weni­gen, trefflichen Worten, die er sagen konnte, zeigte sich eine tiefe Demuth und Zerknirschung.

Man fragte ihn, ob es ihm nicht gefalle, in unserer Kirche von der' Heimsuchung das hochwür-