Handlung. Wien, Ln der Mechitaristen-Congre- gations - Buchhandlung.
Mit inniger Freude zeigen wir hiemit ein Buch an, das großen Segen hringen kann.
Herr Beichtvater Sintzel ward oft ersucht, wie die Vorrede sagt, ein Handbuch herauszugeben, dessen man sich bei den Geistesübungen bedienen könnte, die in allen geistlichen Orden vorgeschrieben sind. So ein Handbuch ist auch ein Bedürsniß; denn außer den Geistesübungen von Sailer, die nicht Jedermann ansprechen, und denen von Passp, die uns nicht näher bekannt und überhaupt noch unbekannt sind, sind alle veraltet und vergriffen.
Diese Geistesübungen von 3 — 10 Tagen sind aber nicht nur allen geistlichen Personen, sondern auch allen Christen, die ihr Heil ernstlich suchen, anzurathen. Jetzt, da das kirchliche Leben und mit ihm so viele Klöster und geistliche Anstalten, wie die Tochterhäuser der barmherzi- gen Schwestern und der armen Schulschweftern, die Alle aufnehmen, welche diese Geistesübungen machen wollen, Wiedererstehen; ist auch zu hoffen, daß diese so überaus heilsamen Geistesübungen wieder allgemeiner werden. Um so mehr sind mehre Handbücher dazu zu wünschen, sie sind sogar Bedürfnisse.
Diesem Bedürfnisse abzuhelfen, hat Hr. Sintzel sich entschlossen. Wer sollte mehr, wer könnte besser? Er hat als Beichtvater einer großen Gemeinde, zu der auch oft weltliche Personen sich ans einige Tage zurückziehen; oft, ja immer solche Geistesübungen zu leiten.
Er hat aber dieses Handbuch nicht selbst verfaßt, sondern aus den Heiligen und den beßten Lehrern des geistlichen Lebens gesammelt. Er liefert also das Veßte aus dem Beßten. Es ist auch immer gut, die Anleitung und die Hilfsmittel zur Andacht und zum innern Leben bei denen zu suchen, die es aus der Erfahrung kennen, und ihre Meisterschaft durch eine Reihe von Jahren oder Jahrhunderten erprobt haben.
Da Einige drei. Andere mehr Tage Geistesübungen halten wollen, und dazu ein Handbuch wünschen, hat der Sammler auf die Tage keine Rücksicht genommen, und liefert Betrachtungen, die nicht nur auf 3 oder 10, son-

