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und wie Alle ihn verlassen würden; er ermunterte sie auch, sich gegenseitig zu lieben, wie Er sie ge­liebt. Dann sagte Er ihnen, daß Er den Juden überliefert werden solle, und ermahnte sie deßwegen, aufzustehen und mit Ihm von dannen zu gehen. Es ist gewiß hier der Augenblick, meine Schwester, wo du im Geiste der Betrachtung an deinen Bräutigam die Frage stellen mußt: O mein zärtlichster Bräuti­gam, wo willst du hingehen? Er wird dir alsdann antworten: Ich will hingehen in mein Leiden, an den Ort, wo ich körperlicher Weise von dir getrennt scpn werde. Hierauf wirst du erwiedern: O ge­liebter Schöpfer, ich bitte und beschwöre Dich, daß Du es so fügen wollest, daß ich immer, im Leben und im Tode, mit Dir vereinigt bleibe.

Jesus trennt sich von seinen Jüngern und betet zu seinem Vater: Vater, wenn es möglich ist, gib, daß die Erlösung des menschlichen Geschlechtes voll­zogen werde, ohne daß ich eines jo grausamen To­des sterbe; doch, nicht mein, sondern dein Wille ge­schehe. Dadurch wollte uns der liebevolle Jesus lehren, auf welche Art wir zu Gott beten sollen. Zuerst müssen wir von den Geschöpfen uns lostren­nen und einen einsamen Ort aufsuchen. Wir müssen uns alsdann auf die Kniee niederlassen, zur Erde uns beugen, vor uns hin, und nicht rückwärts bli­cken. Wir müssen nämlich das vollkommene Bewußt- seyn von dem haben, was wir beten, nicht aber mit den Lippen Anderes aussprechen, und im Her­zen Anderes denken; unser Gebet muß ein langean-