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die dazu noch wähnen, gesund zu seyn, gleich jenen, die an Schwindsucht leiden.
2a die Häretiker glauben sogar, die allein Gesunden zu seyn, verschließen sich daher gegen die, so ihnen helfen wollen, als wären diese die Kranken, so gut sie können. Mit einem Worte, sie haben das Gesunde, die Wahrheit, die sie bereits gehabt, von sich gestoßen, und haben nur in dieser feindseligen Stellung ihren Bestand. Wie ist also denkbar, daß sie das Verworfene so leicht wieder wählen sollten, welches für sie um so weniger Giltigkeit haben kann, je stolzer sie darauf sind, etwas Anderes für das allein Giltige erklärt zu haben?
Auch darf man nicht verkennen, daß einem Häretiker gegenüber das wahre Christenthum nicht mit der Macht des vollen Gegensatzes steht, wie vor dem in Finsterniß be^ grabenen Heiden, dem das ganze volle Licht noch fehlt, also auch unwiderstehlicher anzicht, als das wahre Chri- stenthum den gewinnt, der in einem Theile desselben schon volle Befriedigung findet. Um so weniger wird es Eindruck machen, als der Unterschied ein nicht vor den Augen liegender ist, so wichtig und folgenreich er auch sonst seyn mag. Am allerschwersten aber ist der Abtrünnige zur Er- kenntniß zu bringen, daß die Abtrünnigkeit selbst das größte Uebel und aller andern Quelle sey. Er müßte ja vorher aufhören zu seyn, was er ist, müßte von seinem Eigendünkel abstehen, bevor er gewonnen werden könnte, demüthig auf die Wahrheit zu hören.
Und nun noch die von den Altvätern ererbte, immer fortgepflanzte und fortwährende Feindseligkeit, die von dünkelvollen Priestern in einem verblendeten Volke immer aufs Neue entflammt wird gegen die volle, alte, von ihnen aber verworfene Wahrheit! Wahrlich, wenn auch

