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3m Feldzuge des Jahres 1800 unrer Befehl Me las zeigte sich Radetzky den 10. April bei Viareggio bei Anführung einer Sturmkolonne abermals als Helv, und wurve unter den Ausgezeichnetsten genannt.
Den 14. Juni 1800 erntete Radetzky einen Lorbeerkranz in der schönen Ebene des geschichtlich bekannten Marengo bei dem scharfen Kampfe an der Vormidabrüke von Aleffandricn. Hier bewies er seine Entschlossenheit, seine Kaltblütigkeit und Umsicht. Er und sein Freund Hardegg ließen in den tiefen und breiten Wassergraben 17 Pioniere hintereinander bis auf die Schulter in vas Wasser hineinstellen, und über diesen lebendigen Weg liefen die Jäger im Sturm gegen das Dorf. Nach einem blutigen Kampfe fiel Marengo bei dem Angriffe der österreichischen Kavallerie unter Leitung Me las in die Macht der Oesterreicher.
Hier wurde Radetzky abermals das Pferd unter dem Leibe durch eine Kanonenkugel todtgeschoffen, und sein Uniformsrok ward von 5 Kugeln durchlöchert.
Nach dem abgeschlossenen Traktate von Alessandrien wurde Melas zum Kommandanten in Böhmen ernannt, und dessen Stelle erhielt der General der Kavallerie, Graf Bellegarde. Radetzky wurde vom Erzherzog Karl zum Kommandanten des 3. Kürassier - Regimentes ernannt, und übernahm dasselbe den 24. November zu Ulmersfeld nächst Stadt Steyer.
In der Schlacht bei Hohenlinden den 3. Dezember verlor er neuerdings ein Pferd unter dem Leibe, und erhielt einen Prellschuß am linken Fuße. Auch hier zeigte er sich als Held.
Nach dem Luneviller Frieden wurde Oberst Radetzky in der zu Wien behufs verschiedener Verbesserungen in der Reiterei zusammenkommenden Kommission als Beisizer ernannt. Er erprobte alles Vorgeschlagene und bereits Angenommene bei seinem Regimente, ob es auch praktisch sei, uud brachte seine Ansichten zu Papier. Bei der vom Erzherzog Karl angeordnelen Kommission, welche eine von F. M. L. Mack proponirte Verbesserung beim Manövriren prüfen sollte, erhielt Radetzky's Reiterwaffe unbedingtes Lob.

