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Dieser Ort ist zur Ruhestätte für die Invaliden bestimmt, blieb aber bis jezt unbenüzt.
Der Wunsch des hohen Verstorbenen, in Wetzdorf zur Ruhe bestattet zu werden, wurde auf die herrlichste Weise in Erfüllung gebracht, und die Art und Weise, wie Se. Majestät unser ritterlicher Monarch selbst die Anerkennung des Heldenmu- thes und der Treue an den Tag legte, ist wahrhaft kaiserlich.
Das Leichenbegängniß des gefeierten Helden fand den 18. Jänner unter einem ungeheuren Andrange von Menschen aus allen Klaffen statt. Tags zuvor Abends 6 Uhr langte der Ertrawain mit den sterblichen Ueberresten des Verstorbenen am Südbahnhofe an, und wurde nach einem feierlichen Empfange nach dem k. k. Arsenale überführt, wo der Sarg in einem trauermäßig dekorirten Gemache über Nacht aufbewahrt wurde.
Den 18. Jänner war die ganze Einwohnerschaft Wien's in Bewegung, und es war nicht nur Neugierde,sondern aufrichtige Trauer, welche Groß und Klein erfüllte, — gab doch der Kaiser selbst das erhabenste Beispiel. 24 Kononenschüße bezeichneten den Moment der Uebergabe der Leiche am k. k. Arsenal. Beim fürstl. Schwärzender- gischen Garten umringte das fünfte, seinen Namen führende Husaren- Regiment den Trauerwagen. Abermals 24 Kanonenschüsse gaben das Zeichen, daß der Zug das Kärnthnerthor erreicht habe. Se. Maj. übernahm hier mit dem Ausdruke des tiefsten Schmerzes das Kommando, und führte den Zug durch das Kärnthnerthor nach dem Stefansdome. Nach hier erfolgter feierlicher Einsegnung bewegte stch der Zug durch das Rothcnthurmthor, wo ebenfalls 24 Kanonen gelöst wurden, nach dem Nordbahnhose, wo die Geschüze und die Infanterie die gewöhnlichen Salven gaben. Die Leiche wurde mittelst Eisenbahn nach Stokerau und von da per Wagen nach Wetzdorf, der lezten Ruhestätte überführt, wo sie den folgenden Tag unter Beisein Sr. Maj. und der hohen Generalität, die feierlich die Häupter entblößt hatten, im Mausoleum beigesezt wurde. — Der Heldengreis ist unsterblich; möge ihm die Erde leicht fein.

