Einleitung.

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welches Luther gepredigt, und das er bloß von der Religion verstanden, legten Andere im irdischen Sinne aus, und wollten eine politische Umwälzung stiften. Nachdem die Fürsten die Neichs- ritterschaft besiegt hatten, erhoben sich die Bauern, und es würde ein allgemeiner Brand entstanden sein, wenn Luther deren Auf­ruhr gebilligt hätte. Aber dem Reformator war das wüthende Toben der verblendeten Menge ein Gräuel, und er leistete den Fürsten große Dienste, indem er gegen die Bauern mit Donnern und Blitzen geschriebene Mahnungen erließ, und unbedingten Ge­horsam gegen die Obrigkeit predigte. Die Bauern wurden ge­schlagen, wie es die Ritterschaft geworden, und erst, nachdem diese doppelte Gefahr verschwunden war, sahen die Fürsten ein, daß sie durch Annahme und Einführung der Reformation nur außerordentlich gewinnen könnten.- Albrecht von Brandenburg, Hochmeister des deutschen Ordens, verwandelte dessen Land, Preußen, in ein erbliches Herzogthum *), und gab ein großes Beispiel, welche Beute durch den Abfall von dem alten Glauben zu erringen sei. Zehn Jahre nach Luthers erstem kühnen Schritte gegen das Papstthum hingen nur sehr wenige weltliche Fürsten Deutschlands demselben noch an, und auch die meisten Reichsstädte waren bereits abgefallen. Die bischösiiche Gewalt ging gänzlich in die Hände der Fürsten über, die sich zu dem Lutherthume bekannten; die Klöster wurden aufgehoben, die geist­lichen Güter eingezogen, der Gottesdienst vereinfacht und durch­aus in deutscher Sprache gefeiert; ein Katechismus und Luther's kraftvolle Bibelübersetzung**) sorgten für die Erziehung des kom­menden Geschlechtes. Er selbst hielt mit eiserner Strenge an den Worten der Bibel als an dem einzigen unbeweglichen Anker des Heils, und verdammte daher Zwingli's und Calvin's Lehre

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'*) 1525 .

*) Zum Theil die Frucht des Aufenthaltes Luther's auf der Wartburg.