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unterstützt wird, nur sehr wenig frommen. Der Lehrer mag ihnen immerhin vorpredigen, den Werth des Menschen nicht nach seinen Kleidern, oder nach seinem Reichthume zu schätzen; so lange sie an ihren Eltern bemerken, daß sie die­sen Maaßstab nehmen, wird er es vergebens thun. Mag er immerhin das Bild des Zornigen mit den grellsten Farben schildern, es wird, so lange sie ihre Eltern noch in demselben Zustande sehen, nicht den geringsten Eindruck auf sie ma­chen. Umsonst wird er endlich gegen Vorurtheile ankämpfen, denen sie selbst noch anhangen, ge­schweige denn sie davon befreien. Es ist und bleibt einmal eine begründete, durch Erfahrung bestätigte Wahrheit: daß Beispiele bei Kindern weit mächtiger als aller Unterricht wirken.

Ob nun diese aus reiner Praxis hervorge­gangenen Schlüsse wahr oder falsch, Andern eben so einleuchtend seyn dürften, als mir selbst, weiß ich nicht; aber so viel ist gewiß, daß sie Folge eigner Erfahrung und Ueberzeugung sind.

Wenn an der einen Hand übertriebene Strenge bei der Erziehung nur schaden kann, so thut es Affenliebe an der andern nicht minder; beide Extreme müssen vermieden werden, will man an­ders einen glücklichen Erfolg feiner Bemühungen hoffen. So strenge einerseits mein Vater mit uns verfuhr, so schwach und nachsichtig war anderer­seits meine gute Mutter. Sie war weder eine

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