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der Zunge und strichelt nun naß und schnell in welcher Richtung man will. Da die Tinte viel bleicher ist, als der Grund worauf man arbeitet, so verschwinden alle Züge, und sind nur noch in ihrer Wirkung sichtbar, nämlich in dem körperlichen Ansehen der Schatten.
Das Ueberpinseln besteht in dem leichten Hin - und Herziehen eines im Tusche getauchten nicht zu mageren Pinsels über die Schattepartien, worin der Tuschzeichner dem Oehlmahler nachahmt. Es können in dieser Manier die Schatten leicht und schnell verstärkt werden. Man kann sie auch waschend anlegen und mit dem Wasserpinsel ver- pinseln.
2. Schraffirte Tuschzeichnungen.
Bei großen Figuren, großen Köpfen und dergleichen ist diese Manier besser anzuwenden, als bei kleinen, doch paßt sie auch auf diese. Sie kommt besonders solchen Zeichnern wohl zu statten, die schon eine gute Fertigkeit in der Crayonschraffierung erlangt haben, denn das Verfahren ist beinahe das nämliche; nur bedient man sich statt der schwarzen Kreide oder des Röthels, hier des Pinsels und der Tusche. — Man geht auf folgende Art zu Werk.
Wenn z. B. der Kopf Tab. 5. in dieser Manier bearbeitet werden sollte, so würden vor allem die Umrisse wie
auf

