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Liqueure und Effenzen.
Liqueure und Essenzen.
700 . Psirsich-Ratasia.
Man nimmt vollkommen reife Pfirsiche, schält sie sauber ab, drückt die Kerne heraus, reibt sie aus dem Reibeisen sein, treibt sie durch ein Haarsieb und drückt den Saft aus, welchen man eine Zeit lang stehen läßt, damit die Luft auf ihn einwirkt, gießt dann eben so viel Kornbranntwein darauf, als man Saft hat, nimmt zu einer Maas Flüssigkeit 12 Loth Zucker, 2 Loth Muscatnußblüthe, 3 Loth Nelken, 2 Loth Zimmt, 1 Loth Cardamomen und 1 1 / 2 Loth Vanille, mischt dieses Alles, füllt es in einen Glaskolben, läßt dieß in angemessener, regelmäßiger Wärme 3 bis 6 Wochen stehen, filtrirt es durch Fließpapier und hebt die Flüssigkeit in Flaschen auf.
701. Andere Art.
Man nimmt zu 4 Schoppen Pfirsichsaft, welcher auf die in der vorigen Nummer angegebene Weise gewonnen wird, 18 Schoppen 22gradigen guten Branntwein und 4 Pfund Zucker. Der ausgepreßte Saft wird mit dem Branntwein in eine dazu paffende große Flasche gefüllt, zugebunden und 5 bis 6 Wochen ruhig gestellt; nach dieser Zeit wird der vorher gut aufgelöste oder geschmol-- zene Zucker dazu gegeben, dann Alles filtrirt und in Flaschen gefüllt, welche zugepfropft aufbewahrt werden.
702. Nuß-Liqueur.
Man nimmt um Sommer-Johannis unreife Nüsse, zerschneidet sie und thut sie in eine Flasche. Auf 1 Pfund Nüsse gießt man 2 Maas Franzbranntwein hinzu, stellt die Flasche 6 Wochen in Schatten und schüttelt sie jeden Tag. Hierauf gießt man es durch ein Tuch, thut 1 Loth aufgelösten Kandiszucker und verschiedenes Gewürz dazu, läßt es noch 8 Tage stehen und füllt es in Flaschen.
703. Nuß-Wasser.
Zu 1 Maas Branntwein nehme 1 Pfund Nüsse, welche an Johanni vom Baum genommen iverden, schneide sie in kleine Stücke

