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- 5. Ob wir gleich die Natur und Beschaffenheit Got­tes nicht ganz begreifen können, so sind wir doch in so weit davon unterrichtet, als es zu unserer Besserung und Beruhigung nöthig ist. X^

P s. r 3 y, b. Solche Erkenntm'ß ist mir zu wunderlich und zu hoch, ich kann es nicht begreifen, i. Tim. 6, 16.

6. Wir glauben, Gott ist heilig, d. h. er liebt alles Gute und verabscheut alles Böse. Das lehren uns au­ßer der Schrift unser Gewissen, unsere Bestimmung zur Tugend und die mancherley Veranstaltungen Gottes zu unserer Heiligung.

i. Petr, i, i 516. Nach dem, der euch berufen hat und heilig ist, seyd auch ihr heilig in allem eurem Wandel. Denn es stehet geschrieben: Zhr sollt heilig seyn, denn ich bin heilig, der Herr, euer Gott. S p r. S a l. n, 20.

7. Weil Gott heilig ist, so kann es ihm nicht gleich­gültig seyn, ob das Böse gethan und das Gute unter­lassen werde, und der schlechte Mensch kann ihm nicht so gefallen, als der Rechtschaffene und Tugendhafte. Daher behandelt er auch nicht Einen wie den Andern. Die Bösen laßt er üble Folgen von ihrer Denk- und Handlungsweise empfinden, die Guten gute und erfreu­liche; jene bestraft und diese belohnt er, und zwar ver- haltnißmäßig, d. h. in dem Grade, wie es Jeder ver­dient hat. Deßhalb nennen wir ihn gerecht. Durch die belohnende und durch die strafende Gerechtigkeit Gottes soll das wahre Wohl der Mengen befördert werden.

R ö w. 2, 6. Gott wird geben einem Jeglichen nach seinen Werken.

Ps. 5 , 5 . Du bist nicht ein Gott, dem gottlos Wesen gefällt; wer böse ist, bleibet nicht vor dir.