Am Sonntage Septuagesinra.

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Von der Pflicht der Genügsamkeit.

T ex t.

Die Ersten werden die Letzten, und die Letzten die Erste»

sepn; denn viele sind berufen, aber wenige auser.

wählet. Matth. XX. >6.

!^hr habt nun, m. L.! die Parabel vom Herrn des Weingartens, von der Bestellung der Arbeiter in denselben zu verschiedenen Zeiten des Tags,^ und von dergleichen Austheilung des Lohns unter sie, ge­hört. Was meint ihr aber, daß Christus damit habe sagen wollen? Habt ihr wohl den Sinn der. selben, und die Lehre, die darin liegt, begriffen? Sehet, das ist die Hauptsache, daß ihr wisset, was der Heiland damit sagen wollte. Es ist nicht ge­nug, daß ihr euch bloß den Hergang gemerkt habt. Die Bedeutung will ich euch kurz sagen, und dann wollen wir auch sehen, was wir für uns daraus zu lernen haben.

Die ganze Parabel geht vorerst auf die Apo­stel und die Jünger Jesu, die Gehülfen desselben, und die Theilnehmer seines Amtes zur Belehrung der Menschen. Ihr werdet euch erinnern, daß Christus die Menschen, die er bessern wollte; auch anderswo gern mit einem Weinberge verglich, der nun bearbeitet werden sollte, damit er die Früchte bürgen möchte. Sich nennt der Heiland einen