trieb. Edelsteine, Geldsorten, kleine Summen in Staatspapieren — dieses und anderes lag in meinem Schranke zum stäten Wechsel bereit. Mit lächerlicher Ungeduld nahm ich am frühesten Morgen die. Blätter des Tages zur Hand, um aus dem politischen Stande der Welt für den Wachsthum meines kleinen Schatzes zu schließen. Ach, mit welcher Unruh' war ich erfüllt! Fort waren die süßen Nächte der heiteren Jugend, fort war der reine, freundliche Blick in die Welt; und jenes Herz, das sonst der Freude und dem Leid des Nächsten so gerneHeilnehmend schlug, es schien sich im schmerzhaften Krampfe vor mir selbst verschlossen zu haben.
Ich war sonst der Kunst und jeglichem Zweige der Wissenschaften ergeben gewesen. Ja, ich hatte schon damals das, für einen jugendlichen Geist so ganz eigene süße Vergnügen, als nicht ungern gelesener Schriftsteller öffentlich aufzutreten, verkostet — aber jede Gattung eines edleren Vergnügens war von jener verderblichen Sucht nach Vermehrung meiner Habe weithin verscheucht worden. Die unruhige und kurze Freude beym Gewinne, der nagende und lange Kummer beym Verluste hatten mein Inneres im entnervenden Kampfe immerfort peinvoll beschäftigt erhalten. Auch in meinem Äußeren war eine sichtbare Veränderung vorgegangen. Meine Züge hatten eine ganz eigene Richtung genommen; mein Gang,

