Vorwort.

^Oor ungefähr zwei Jahren erhielt ich von der Allerhöchst verord- neten Kurländischen Meß- und Regulirungs-Commission den Auf­trag, eine Anleitung zur Veranschlagung der Wiesen auszuar­beiten, nach welcher, neben der von einer Fläche zu gewinnenden Heuquantität, auch die Dualität des Heues berücksichtigt werde, und wonach auch solche Veranschlager, die keine botanische Kennt­nisse besäßen, zu Werke gehen könnten. Ich genügte diesem Aufträge mit den in diesen Grundsätzen der Veranschla­gung enthaltenen Artikeln über die Bonitirung und Classisicirung der Wiesen, und fügte dieser Anleitung Abbildungen der am Häu­figsten auf den Wiesen vorkommenden Pflanzen hinzu. Die Ver­öffentlichung dieser Arbeit mußte aber wegen eingetretener Störung in der Lithographirung der Pflanzenabbildungen bis jetzt unterblei­ben, so daß ich Zeit gewann, auch über die Veranschlagung an­derer landwirthschaftlichen Grundstücke Etwas auszuarbeiten. Indem ich nun einen Theil meiner im Jahre 1837 erschienenen BroschüreUeber die Bestandtheile des Ackerbodens" zur Einleitung und zum ersten Abschnitt nehme, übergebe ich in diesen Grundsätzen das Ganze jener Arbeit dem landwirth­schaftlichen Publicum, mit der Bemerkung, daß man zwischen Grundsätzen und einer Anleitung den gehörigen Unterschied machen, und mich da, wo ich geirrt habe, eines Bessern belehren möge.

Die Umrisse zu den Pfianzenabbildungen sind theils nach den Kupfern von ein Paar großen botanischen Werken, zum größern Theil jedoch von mir und einigen meiner Freunde nach der Natur gezeichnet. Bei allen aber ist das Colorit von mir nach der