Lieber Freund!

Als du vor nicht langer Zeit mich ermuntertest, über das ewige Leben zu predigen und scherzweise mich batest, dir solche Predigten dann gedruckt mit- zutheilen, da mochtest du kaum ahnen, daß aus Scherz so bald Ernst gemacht würde und du dir gar die öffentliche Zueignung eines solchen Büchleins ge­fallen lassen müßtest. Jndeß, nachdem ich dir schien 1852 in einer Predigtüber den Weg, den unsere Ausreifung für's ewige Himmelreich nimmt", die hier weiter ausgeführte Auffassung mitgetheilt hatte, hät­test du vermuthen sollen, auf welch' fruchtbaren Boden dein Wort fallen würde. Durch mancherlei Fragen von Außen angeregt, war es mir längst Herzenssache geworden, über dieses bisher vor der Gemeinde zu wenig besprochene Gebiet christlichen Glaubens eine einheitliche, möglichst in sich geschlossene und dadurch leicht faßliche Anschauung auszusprechen. Bei der Unbestimmtheit, worin man über diesen Punkt seit