Bedürfnisses wissenschaftlich gegenwärtig in der Lage seien, um mit gutem Gewissen das ewige Leben in größerer Bestimmtheit zu verkünden. Die theologische Wissenschaft ist immer noch überwiegend kritischer Natur und diesem ihrem Charakter gemäß eben erst an der Aussonderung des Bibelstoffes nach der In­dividualität der verschiedenen heiligen Schriftsteller begriffen, und gerade die so sehr aus einander liegende Mannigfaltigkeit von deren Anschauungen ist es be­kanntlich, was im Besondern die Predigt über diese letzten Dinge so sehr erschwert. Die kritische Wissen­schaft wird nun ihren Weg unstreitig vollenden müs­sen und dann erst wird auch dieser Abschnitt unserer evangelischen Glaubenslehre zu einem vollkommneren Abschluß gelangen können. Aber unterdessen muß den­noch auch die Gemeinde gelebt haben und der Diener derselben wird ihr aus dem Worte des Lebens so viel bieten müssen, als er im Bunde mit ihrem hei­ligen Lebensgeiste, dem Geiste, der in alle Wahrheit leitet, nur immer zu erreichen vermag. Dieser Geist nun aber ist nicht bloß ein kritisch zersetzender, son-