«8fö 1*2 Ns-
„Also hat Gott die Welt geliebet, daß er seinen ein- gebornen Sohn gab, auf daß Alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben" 5 ).
2 .
So, meine Andächtigen,, ist uns denn im christlichen Glauben das große Welträthsel gelöst. Wir haben in Christo einen Mittelpunkt der Dinge, wir haben in ihm Gott und uns selbst wieder gefunden, wir sind zu seliger Ruhe gekommen, in Christo mit Gott versöhnt. Das ist die eine, innere Hälfte von der Sache, vie Erscheinung der Gnade Gottes in der Welt und in unseren Seelen. Die andere Hälfte aber, die Wirksamkeit der erschienenen Gnade, hebt der Apostel gar nachdrücklich hervor, indem er weiter sagt, daß Christus sich selbst für uns gegeben, „auf v daß er uns erlösete von aller Ungerechtigkeit und reinigte ihm selbst ein Volk zum Eigenthum, das fleißig wäre zu guten Werken." Und wie lebenskräftig stellt er doch die erschienene Gnade Gottes selbst dar, wenn er sie eine „heilsame", rettende nennt, und aus eigener innerer Erfahrung bezeugt, „sie züchtige uns, daß wir sollen verleugnen das ungöttliche Wesen und
5 ) 2vh. 3, 16.

