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Zuerst, wenn der Geist Christi in uns cingezo- gen ist, so züchtiget er uns,daß wir sollen verleug­nen das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste." Ungöttlichcs Wesen, Gottlosigkeit und böse Furcht vor Gott, das haftet ja an unserer sündhaften Natur; denn die Sünde scheidet uns von Gott, und wir möchten etwa lieber auch nichts von ihm wissen, weil er uns beunruhiget. Wie weit solches Wesen dann dnfür in die weltlichen Lüste hineinführt, in Fleisches­lust, Augenlust, hoffärtiges Wesen, ja endlich bis zum sittlichen und geistlichen Tode, das lehrt uns das Beispiel vom verlornen Sohne und die Erfahrung. Dagegen empört sich nun der Geist der Gnaden in uns, welcher ist ein Geist der Kraft, der Liebe und der Zucht; da entsteht ein Kampf auf Leben und Tod; entweder der Sinn des Fleisches muß immer mehr wachsen oder der Sinn des Geistes, und zur Ruhe kommt die Seele nicht, bis daß das Fleisch gänzlich abgethan ist. Da leitet uns denn der Geist von innen heraus an, züchtig, gerecht und gottselig zu leben in dieser Welt; das geht beides neben ein­ander her, die Ertödtung des ungöttlichen und die Bildung des göttlichen Wesens in uns. Da ist eben das Erste die Züchtigkeit der Gesinnung, die Selbst­verleugnung, die sich nicht mehr gehen läßt und in Furcht vor aller Unreinigkeit überall an den Herrn