Meine christlichen Freunde!
Das ewige Leben, dessen wir durch gegenwärtige Betrachtungen wieder froh werden möchten, gedenken wir nicht, wie auch schon geschehen ist, durch allerlei Gründe menschlicher Weisheit zu einer Gewißheit zu erheben, die doch immer dem Zweifel noch Raum läßt. Wir leben in dem Zeitalter der Thatsachen, und nur was thatsächlich sein Dasein zu erweisen vermag, findet in dem Geiste unserer Zeit Aufmerksamkeit und Einfluß. Von den luftigen Beweisen für Unsterblichkeit der Seele und ewiges Leben haben fich daher die Geister großentheils ab und zu den gewaltig hervorbrechenden Geheimnissen und Thatsachen der irdischen Natur hingewandt, und gerne möchten uns die Führer dieser Geistesrichtung auch selbst das Wesen des Menschengeistes in vergängliches Element verwandeln. Db ihnen dieß wohl gelingen wird? Wir fürchten nicht; sondern je mehr sie mit ihrer Kunst das Heiligthum des Geistes antasten, desto kernhafter werden sich die ewigen Thatsachen auch auf diesem Gebiete wieder Herausstellen. Auch das Reich Gottes besteht ja wahrlich eben so wenig in Worten bloß, sondern

