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sprach: Nein! auf daß ihr nicht zugleich das Unkraut mit dem Waizen ausraufet." Das ist der Wille und die Weisheit des Erlösers auf seinem Gebiete. Mag nun menschliche Klugheit auf dem ihrigen, nämlich auf irdischen Aeckern, bei sorgfältigem Ausraufen des Unkrautes gerechtfertigt sein; auf dem Acker der Welt, welchen der Herr bearbeitet, erweist sie sich als kurzsichtige Thorheit, und immer wieder muß ihr das „Nein!" entgegen gehalten werden, welches der Herr den Knechten zugerufen hat, „auf daß ihr nämlich nicht zugleich den Waizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausgätet." Mit dieser Antwort aber weist das Gleichniß über sich selbst hinaus. Waizen und Unkraut bezeichnen ja Menschen, und zwar sind es in der Wirklichkeit beides zunächst gefallene Menschen. Erweist sich nämlich das sündhafte Wesen als eine allen Menschen gemeinsame, zur Zeit angeborene Eigenschaft, so daß das Unkraut der Bosheit nirgends mehr besonders gesäet werden darf, so deutet sie dennoch zurück auf eine frühere Drachensaat, deren Urheber von Christus der Teufel genannt wird. Die Rechtschaffenheit des Menschen aber, seine Heiligkeit und Gerechtigkeit, sprießt überall erst, wie der Waizen, aus einem besondern göttlichen Samen, aus dem „Worte vom Reiche" empor, und Christus eben ist gekommen, um durch die Aussaat desselben die

