-SK 57 NS-

anlaffung, die Augen weit aufzuthun und uns um­zusehen in den Erscheinungen der Zeit? Gewiß, meine Freunde, mehr als je lassen sich gegenwärtig im Laufe der Zeit Zeichen finden, die auf ein Wachs­thum und Reifen aller Dinge hindeuten.

Wird, nach dem Worte der Weissagung, die letz­ten Zeiten das vornämlich auszeichnen, daß dann­zumal alle Völker in die innigste Berührung mit­einander werden gebracht sein: will es uns dann nicht oft Vorkommen, als ob eben unser Zeitalter diesem Ziele mit raschen Schritten entgegenschreite? Nimmt nicht heutzutage Alles ein menschheitliches Gepräge an? Ober solltet ihr dießfalls gedankenlos an jenen großen Weltausstellungen aller Erzeugnisse menschlichen Kunst- und Gewerbsfleißes vorübergegan­gen sein? Und deuten nicht die Eisenstraßen, die un­sere Zeit mit unerhörtem Aufwand aller ihrer Kräfte bauen muß, darauf hin, 'als ob nicht schnell genug die Vollendung aller Dinge herbeigeführt werden könne? Und die schwanken Drähte in der Luft, die nun in kurzer Zeit die ganze Erde umspannen und mit Blitzesschnelle die Gedanken der Menschen von einem Ende der Erde zum andern' tragen, erinnern uns diese nicht fast an das geisterhafte Wesen der allerletzten Zeit, da der Posaunenschall der Himm­lischen die Völker von Morgen und Abend, von