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Sinn hat darum auch in dieser Beziehung des Herrn Wort: „Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heißen 20 )." Je mehr wir nicht bloß in christlicher Wahrheitserkenntniß sondern Heilserfahrung stehen, desto mehr werden wir geschickt, alle Dinge zum Frieden zu richten und werden wir eben nur „darauf sehen, daß nicht Jemand Gottes Gnade versäume". Die Gnade aber ist nicht ferne von uns, sondern sie ist erschienen, ist gegenwärtig in der Gemeinde; wiewohl aber diese für Alle dieselbe ist, so wissen nur doch zugleich auch, daß sie für jedes sich cigenthümlich stellt; daß es in der Aneignung derselben Stufen giebt und das Heil nur in der Freiheit gedeiht. Die eigentliche Heilserkenntniß ruht in dem Herzen und in der persönlichen Gnadenführung; es ist ein großer, weiter Weg von dem Gesetz in's Evangelium, und von der Oberfläche des Evangeliums in dessen Tiefen. Wir müssen da einander sowohl nachziehen mit Reizen zur Liebe als auch einander gewähren, in dieser Hinsicht jedes seines Glaubens leben lassen.
Lasset uns daher, die wir des Herrn sind und gerne Alle als lebendige Glieder an seinem Leibe erkennen möchten, in Glauben und Geduld nur die
20 ) Matth. 5, 9.

