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einst in der Bergpredigt verkündigt hatte: „Selig seid ihr Armen, denn das Reich Gottes ist euer; selig seid ihr, die ihr hier hungert, denn ihr sollt satt werden; selig seid ihr, die ihr hier weinet, denn ihr werdet lachen s)." Das sind Worte, die von unserer genußsüchtigen Zeit mehr beherzigt werden sollten, als dieß in der Regel geschieht. Angesichts der namenlosen Leiden, denen Tausende ohne eigene, wohl aber durch Anderer Schuld preisgegeben sind, als Opfer der allgemeinen Sündhaftigkeit, enthalten diese Worte schon für jedes gesunde Menschengefühl eine eben so tiefe Wahrheit als einen furchtbaren Ernst; und im Hinblicke auf diese Worte des Herrn sowohl in seiner Bergpredigt als Abrahams in diesem Gleich- niß möchte man wirklich lieber arm sein in dieser Welt als reich, und alle Armen mögen sich den Sinn dieses goldenen Trostes wohl merken. Denn in der That, zu leichthin setzt sich der Reiche über das ernste Wort des Herrn von den Reichen hinweg, wenn er von seinem Ueberfluß, von seinem nach dem Ausdrucke des Herrn „ungerechten Mammon" jährlich eine schöne Summe zur Linderung menschlicher Noth auswirft; und was sollen wir gar von den mannigfaltigen sinnlichen Genüssen sagen, welche
s) Lnk.v. 20-21.

