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Zweiter Abschnitt.

Geognostische Grnndzüge

A. Vorbegriffe.

Die AusdrückeGeognosie undGeologie besagen der Wort­bedeutung nach so ziemlich ein und dasselbe; doch bezeichnen die Meisten mit jenem den Inbegriff der über den Bau nnd die dazu gehörigen Gesteine der Erdrinde gesammelten Kenntnisse, während unter diesem die Lehre von der Entstehung uud allmäligen Heran­bildung der Erdkruste verstanden wird. Da hier blos die wichtig­sten dem gebildeten Landwirthe zusagenden Gegenstände der Geog- nosie im Auge zu behalten sind, so wird es genügen zurKenntniss der gemeinsten Felsarten die charakteristischen Merkmale der Ge- birgsmassen und ihrer Gesteine, ferner die Nutzanwendung der letzteren und ihre Verwitterungsverhältnisse anzuführen.

Man versteht aber unter Fel sarten (auch G ebi rgsarten, Gebirgsges teine oder schlechtweg Gesteine genannt) Aggre­gate von Mineralien, welche das Materiale der Fels- und Gebirgs- massen ausmachen und als solche einen wesentlichen Antheil an der Zusammensetzung der Erdrinde nehmen.

Bestandteile dev Felsarten.

Die Felsarten bestehen entweder aus einerlei Art von Minera­lien oder sie sind eine Gemenge von verschiedenartigen Mineralien. Man unterscheidet demnach einfache und gemengte Gesteine. Letztere bestehen zuweilen aus so kleinen und so innig gemengten Mineraltheilchen, dass das unbewaffnete Auge daran keine Ver­schiedenheit wahrnimmt, und es werden oft starke Vergrösserungs-