Siebenundsechszigstes Aapitet. Im Fuchsbau.

Lm Fuchsbau war es in letzter Zeit ziemlich still und ge­räuschlos hergegangen; Fremde gab es gar keine, und die Stamm­gäste waren auswärts so beschäftigt gewesen, daß sie nicht Zeit oder Luft hatten, sich hier häufig zusammen zu finden. Ueber- haupt war die Schenkstube nur belebt, wenn es nicht viel zu thun gab, mit andern Worten, wenn nicht viel Geld vorräthig war; dann wurde hier in Erwartung besserer Zeiten auf Credit gelebt. Klimperte aber Silber und Gold in den Taschen, so zog man es vor, andere Kneipen aufzusuchen, nicht weil dort der Wein besser war, sondern weil man ganz unbeobachtet sein konnte, was im Fuchsbau nicht so der Fall war. Da hatten die Wände der Schenkstube Ohren und die alte Pförtnerin scharfe Augen; es schwebte, selbst für diese harten Gemüther, etwas Drückendes durch diese Räume, und wenn der Klang einer gewissen Klingel erscholl, so waren Wenige, die ihr Glas an die Lippen brachten, selbst wenn sie die Hand dazu schon erhoben hatten.

Hacklander, Europ. Sclavenleben. IV. 1

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